Perygl o Farwolaeth
Llanberis, Montag, 06.07.2009 - 10:56 BST
Nach einer langen Tour durch Englische Burgen und B&B's war es mal Zeit für twas Abwechslung, daher machten wir uns nach dem Frühstück in unserem Manor-B&B in Chester auf in Richtung Wales.
Landschaftlich machte sich die Überschreitung der Ländergrenze zuerst nicht bemerkbar: wieder einige Hügel, Burgen, Dangers of Death... das übliche eben. Aber was sind das für seltsame Laute unter den teils leicht makaberen Warnschildern? Hat der Blechpresser da ein bis vier Becher Cider zu viel gekippt? Das mag vielleicht sein, aber in diesem Fall schien es sich tatsächlich um das mysteriöse Walisisch zu handeln, das offenbar in keinster Weise an das Englische oder irgendeine andere Sprache angelehnt ist - Kauderwelsh ist in diesem Fall also nicht an den Haaren herbigezogen.
Wieder lagen einige Burgen auf dem Weg, die wir besichtigten, unter anderem das „Castell Conwy”, dessen Mauern die ganze Stadt einschließen. Bei der Besichtigung eines anderen Gemäuers waren leider die Außenwälle gesperrt, da diese „nicht den Sicheheitsvorkehrungen” entsprachen - wahrscheinlich waren die Zinnen zu hoch oder so, denn die sind hier in Wales echt niedrig und haben meinen Adrenalinpegel echt zum obersten Extrempunkt tangieren lassen.
Die Beichtigung weiterer Castelle war aufgrund der fortgeschrittenen Tageszeit leider nicht möglich, denn in Wales werden sonntags offenbar um vier Uhr Nachmittags vor den Burgen die Bürgersteige eingerollt und die Zugbrücken zum Bügeln ausgehebelt...
Gegen Abend fanden wir dann auch nach relativ kurzer Suche (auch das kann passieren) ein im Walisischen Stil errichtetes Guest House in Llanberis (bitte nicht nach der Aussprache fragen), wieder mit LCD-Glotze, diesmal aber mit mehr Kanälen.
Zu Abend gab es dann wieder den obligatorischen Verdauungstraktreiniger - very hot stuff - two times. Essen schien allgemein das Thema des Abend geworden zu sein, denn Julien ließ sich vom B&B-Host, der übrigens einen echt guten Britischen Humor besitzt, schnurstracks in eine nicht ernst gemeinte Neckerei über die Qualität der deutschen Küche verwickeln. Dann mal guten Hunger!



